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 | kleiner Abriß |
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Grußwort von Martino Forgione - Colonello der Carabineri
Meine Damen und Herren, verehrte deutsche und italienische Repräsentanten,
als ein Mann der sicherlich schon im Halbschatten des Alters steht und der reichliche Erfahrungen im Leben gesammelt hat – mehr Trauriges als Fröhliches- möchte um Ihr Verständnis bitten, für den Anflug von Traurigkeit, die sie in meinen Worten spüren, die ich zu Ihnen sprechen will. Es wurde viel geredet, diskutiert, gestritten, geurteilt und verurteilt im Bezug auaf die Ereignisse, in die unsere beiden Länder während des letzten Krieges verwickelt waren. Ein Krieg den unsere Völker nicht gewollt haben und den nur Größenwahnsinnige und von verbrecherischem Ehrgeiz getriebene Führer gewollt haben. Ich behaupte, dass bei den Wechselfällen welche sich bei bewaffneten Auseinandersetzungen ereignen, sich niemand schuldig macht- sch niemand eigentlich schuldig machen würde und niemand unschuldig ist – niemand unschuldig wäre – wenn sich nicht jene wichtige Mauer, bestehend aus dem persönlichen Gewissen einschalten würde, um die Grenzen zwischen Recht und Unrecht, zwischen Ehrbarem und Unredlichem, zwischen Gut und Böse, zwischen Vergebung und Rache zwischen Unschuld und Schuld zu markieren. Jenes Gewissen, dem es immer gelingen sollte, die Grenze zwischen Gut und Böse zu erkennen. Und deshalb, nach so vielen Jahren (63 Jahre, wenn ich mich nicht irre), nach fast einem ¾ Jahrhundert, nun wo die Protagonisten, auf die eine oder andere Weise zu den ewigen Feldern gegangen sind- wie es in der sehr bekannten Hymne des italienischen Schriftstellers Alesandro Manzoni geschrieben steht – nun da sich über jene Ereignisse immer stärker der Schleier des Vergessens breit macht, möchte ich, dass wir eine einzige bittere Wahrheit zur Kenntnis nehmen müssen, dass in der Geschichte der Menschheit zu jeder Zeit vom Krieg die Rede ist und wir in unseren Geschichtsbüchern, in unserer Schulzeit, von nichts anderem lasen, Kapitel für Kapitel. Wir hatten uns beinahe völlig daran gewöhnt. Sogar soweit, dass jene selten lange Friedenszeit einen bitteren Nachgeschmack in uns hinterlässt und wir uns fragen. Wie haben die Menschen es geschafft, 10 – 20 – 30 jahre vergehen zu lassen, ohne einen Vorwand zu finden, um sich gegenseitig freudig umzubringen.? Uns Jugendlichen schien es, dass in jener unerwarteten Zeit des Friedens und der Ruhe nichts Unterhaltendes, nichts Interessantes , nichts zu Lernendes zu finden sei. Das traurige dabei ist, dass wir nicht einmal Unrecht hatten. Und heutzutage, zum Beispiel, worüber würden wir uns unterhalten wenn wir nicht jeden Tag Berichte über Kriege, von Gemetzel und Massakern hören würden. Und nicht ab und zu eine traurig anmutende DC/130 auf unseren Flughäfen landen würde, die unsere toten Jungen heim bringt, welche 2 Monate zuvor in der vollen Blüte ihres Lebens zum Einsatz gestaRET WAREN; UM UM JEDEN Preis den Frieden zu verteidigen – aber für welchen Frieden? Für welches internationales Gleichgewicht? Mich schaudert, wenn ich daran denke, was uns allen von heute auf morgen passieren kann. Nur eines frage ich mich voller Empörung; wer war derjenige unbesonnene Mensch, der vor zweitausend Jahren die Geschichte als Lehrmeisterin des Lebens definierte? (Aristoteles) Wer war jener Träumer? Niemand hat aus der Geschichte jemals etwas gelernt! Der italienische Schriftsteller Giovanni Papini behauptet, dass was in einem Krieg wirklich unterliegt die menschliche Intelligenz sei. Diesen Gedanken finden wir schon in den Schriften des Heiligen Augustinus. Aber wir finden auch in seinen „Confessioni De Civitate Dei“ die Feststellung: Die Freundschaft ist die süßeste aller Süßigkeiten des Lebens. In der Wirklichkeit wird vieles in einem Streitgespräch geklärt. Es ist immer besser Argumente auszutauschen, als mit dem Säbel zu rascheln. Das ist die Wahrheit. Ich danke Ihnen für die warmherzige Aufnahme und beende meine Rede mit einer freundschaftlichen Umarmung. Sollten meine Worte zu hart gewesen sein, bitte ich um Nachsicht, genauso wie Benedikt XVI., ein großer Deuther und ein wunderbarer Hirte der katholischen Kirche, es vor wenigen Tagen gegenüber der muslimischen Gemeinde getan hat.
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